Presse

 
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"Wenn der Hörsaal zum Lichtspielhaus wird"
Donnerstag, 18. Dezember 2008

Passend zur Vorweihnachtszeit zeigte das Unikino am Dienstag, 16.12.2008 "Die Feuerzangenbowle". Die Vorstellung fand wie immer im Hörsaal Sieben im Wiwi statt und war diesmal mit 145 Besuchern bis auf den letzten Platz ausverkauft. "Das ist ein neuer Rekord", freute sich Mitorganisatorin Barbara Sauer...

Ein besonderes Schmankerl am Dienstagabend war der im Eintrittspreis enthaltene Becher Glühwein, der die Stimmung der Kinobesucher aufheiterte. Auch wenn die Vermutung naheliegt, dass viele vor allem davon angezogen wurden, kamen die meisten Besucher aber doch hauptsächlich wegen des Filmes. Schon um acht reichte die Schlange der Wartenden über die Treppe bis zum Eingang des Wiwis. Aufgrund des großen Andrangs dauerte es bis zirka 20.45Uhr, bis jeder einen Platz gefunden hatte, wobei sich die Suche nach dem idealen Platz gar nicht so einfach gestaltete; viele erfahrenere Unikinobesucher hatten die Hörsaalreihen innerhalb von Minuten mit ihren Jacken reserviert. Für die etwas später Kommenden galt das Motto: Frechheit siegt. Vom weihnachtlichen Ideal der Nächstenliebe war im Kampf um die besten Plätze also nicht allzu viel zu spüren, die Atmosphäre hingegen war dank Glühweinausschank und Lebkuchenverkauf durchaus von weihnachtlicher Vorfreude geprägt.

Nachdem sich ein Unikinomitarbeiter durch lautes Rufen Gehör verschafft hatte, startete die Veranstaltung um kurz vor neun mit einer Begrüßung und einer Weihnachtsverlosung, bei der fünf Gewinner mit einem Kalender des "Bayerischen Rundfunks" beglückt wurden und - nach einigen Verwirrungen um seinen nicht auffindbaren Bon - der Hauptgewinner eine "Dinner for One"-DVD erhielt. Der Film begann schließlich, anstatt wie geplant um 20.30Uhr, um 21.15Uhr.

Hatte der geneigte Cineast erst einmal eine angenehme Position auf dem eher harten Stuhl gefunden und sich an die teilweise etwas hallende Akustik gewöhnt, konnte er sich völlig auf den dargeboten Film einlassen. Protagonist Hans Pfeiffer konnte mit seinen "Lausbubenstreichen" erwartungsgemäß das Publikum begeistern und zum Lachen bringen. Der vollbesetzte Hörsaal bewies einmal mehr, dass "Die Feuerzangenbowle" zu Recht zu den Klassikern des deutschen Films zählt und dass das Unikino-Team Organisationstalent besitzt. In Anlehnung an "Die Feuerzangenbowle" lautet unser Fazit: Diese Vorstellung war ein Loblied auf das Unikino und es ist unmöglich, dass das Unikino es nicht merkt.


von Christina Heller & Annika Rieger
CaTer - Campus und Termine an der Uni Passau - www.unicater.de

 


"Anspruch: kulturell wertvoll - großes Kino für kleines Geld"
Mai 2009

Alles begann mit einer spontanen Idee der beiden Freundinnen Inga Bruns und Barbara Sauer. "Wir wollten Kino für alle schaffen", sagt Barbara Sauer, das einzige heute noch aktive Gründungsmitglied des Unikinos. Zuvor gab es zwar schon ein paar fremdsprachige Kinoprojekte, die richteten sich aber vor allem an Kuwis.

Auf die Idee folgte zunächst eine langwierige Vorbereitungsphase, doch im Mai 2008 startete das Unikino mit vier Mitgliedern seine erste Filmvorführung. "American Gangster" war der erste Film, den die Passauer Studenten zu sehen bekamen. Die Organisatoren konnten sich über regen Zuwachs freuen und sich schon am Ende des Semesters als Hochschulgruppe eintragen lassen. "Von da an war alles ganz einfach und wir bekamen auch sofort einen Hörsaal", erinnert sich Barbara.

Jüngste Hochschulgruppe

Die Frage der Finanzierung der jüngsten Hochschulgruppe Passaus lösten die Studentinnen, indem sie sich an die "Unifilmagentur Göttingen" wendeten. Diese betreut rund 60 Unikinos in ganz Deutschland und finanziert nun auch das Unikino Passau. Zudem übernimmt die Agentur die Kosten für den Druck von Filmplakaten, Flyern und Programmheften, dafür erhält sie 75 Prozent der Einnahmen. Die restlichen 25 Prozent fließen in Sonderaktionen, wie die Tombola zu Beginn jedes Semesters, oder die Dekoration bei besonderen Vorstellungen.

Die Hauptarbeit leisten die acht Mitglieder in den Semesterferien, denn da gilt es sich auf die Filme für das kommende Semester zu einigen. Ist eine Auswahl getroffen, wird sie mit dem Filmbestand der Agentur abgeglichen und bestellt. Das Programm des Unikinos Passau ist eine Mischung aus Klassikern und neueren Filmen. "Wir haben den Anspruch an unsere Filme, dass sie kulturell wertvoll sind und Niveau haben", erklärt die 26-jährige Kuwi-Studentin.

Open-Air im Sommer

Um das Publikum auch im Sommersemester zu erfreuen, hat sich die Hochschulgruppe etwas ganz besonderes einfallen lassen: Sie plant eine Open-Air-Veranstaltung auf dem Campus. Dann allerdings wird Barbara nicht mehr mit von der Partie sein, denn sie verlässt die Uni noch diesen Monat. Doch weitergehen wird es mit dem Unikino  auf jeden Fall, "das wäre ja sonst schade".

Falls nun jemand seine Kinoleidenschaft und sein Organisationstalent sinnvoll einsetzen möchte: Das Unikino sucht immer neue Mitglieder. Kontakt über: unikino-passau@gmx.de.


von Christina Heller & Annika Rieger
CaTer - Campus und Termine an der Uni Passau - www.unicater.de